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180 Jahre mit Ljunglöfs Ettan – Snus eine der ältesten aktiven Marken Schwedens

Wenn Beethoven Snus konsumiert hätte, wäre das möglicherweise ein Snus gewesen, den Sie heute noch in Schweden in jedem Laden um die Ecke bekommen. Ljunglöfs Ettan feiert den 180. Geburtstag und ist eine der ältesten noch aktiven Marken Schwedens. Die guten alten Zeiten waren also nicht besser, sondern einfach genauso gut!
Lange Zeit war in Adelskreisen Riech-Snus (oder Schnupftabak) üblich. Diese Tradition verschwand aber mit der französischen Revolution. In Europa brach dafür die Zeit der Zigarre an. In Schweden verwendete man jedoch den Snus auf eine andere Weise: Er wurde grob gemahlen, angefeuchtet, gesalzen und unter die Lippe gesetzt.
Der neue Snus verbreitete sich schnell und 1820 hatte er sich endgültig durchgesetzt. Zu dieser Zeit wurde in weiten Teilen Schwedens Tabak für den Hausgebrauch und im größeren Stil angebaut. Der Tabakanbau war ein wichtiger Wirtschaftszweig in Schweden.
Der Anbauer mahlte seinen eigenen Snus und in den Städten gab es viele Tabakhersteller, die Snus in ihrem Sortiment führten. Dazu zählte auch Jac. Fr. Ljunglöfs Tobaksfabrik.

Ljunglöf übernimmt ein Unternehmen mit langer Tradition

Als Jacob Fredrik Ljunglöf eine der ältesten schwedischen Tabakfabriken übernahm, war er noch ein junger Mann. Die Firma stammte aus dem 17. Jh. 1821 begann die Produktion von Snus im eigenen Namen in der Drottninggatan 81 in Stockholm. Aber Ljunglöf war mit der Qualität unzufrieden.
Damals war es üblich, Snus bei höherer Temperatur mehrere Monat lang zu fermentieren. Manchmal bis zu sechs Monate. Ljunglöf konnte mit dem Geschmack nichts anfangen. Und er verfügte nicht über die Mittel, das Geld und den Platz, um Snus zu lagern.
In seiner Kirchengemeinde hatte Adolf Fredrik Ljunglöf einen weltweit bekannten Chemiker und Forscher: Jacob Berzelius. Wahrscheinlich half er Ljunglöf bei der Entwicklung des (damals) einzigartigen Herstellverfahrens. Der neue Snus enthielt keine Geschmackszusätze, sondern nur Tabak, Salz, Wasser und Natron (das in Snus zu Bicarbonat wurde). Er wurde innerhalb von einer Woche hergestellt und als verderbliche Ware verkauft.
Ergebnis war ein Snus mit reinem Tabakgeschmack, der schwedischen Snus noch heute charakterisiert. Ljunglöfs "Ettan" war geboren. Wir schreiben das Jahr 1822.
Die Snus-Marke lautete zunächst Ljunglöfs N:o 1. N:o 1 war eine übliche Bezeichnung für die beste Qualität eines Erzeugers. Jacob Fredrik Ljunglöf konnte erfolgreich den Qualitätsnamen N:o 1 zu seiner Marke machen und die Menschen nannten das Produkt nur noch "Ettan" (Einser).

Mit Pferd und Küstenbooten


Die nächste Hürde war die Gewährleistung einer landesweiten Versorgung mit frischem Snus zu vernünftigen Preisen. Die Transportmöglichkeiten zu dieser Zeit bestanden lediglich aus Pferden und Küstenbooten.
Jacob Fredrik Ljunglöf baute jedoch ein Netzwerk aus zuverlässigen Geschäftspartnern auf. Sie dienten als Außenposten an strategisch gewählten Handelsorten. Er verbrachte viel Zeit an den Piers von Skeppsbron, um Skippern und Schauerleuten mal zu drohen, mal Ratschläge zu geben, um die Lieferung rechtzeitig auf die Reise zu bringen. Er befahl ihnen auch, die Ladung gut zu verlaschen und mit Persennings abzudecken. Danach eilte er nach Söder, wo die Bauern (die auch den Pferdetransport übernahmen) ihre Pausen in den kleinen, dunklen Tavernen einlegten. Er wollte wissen, ob die Lieferungen ausgeliefert und bezahlt waren.
Jacob Fredrik Ljunglöf hatte einen enormen Erfolg mit seinem Snus und war dank seiner Hartnäckigkeit und seines Einfallsreichtums der einzige schwedische Snus-Hersteller mit einem landesweiten Vertrieb.
Aber erst sein Sohn Knut wurde zum "Snus-König" Schwedens ("Snuskungen av Sverige"). Er übernahm das Geschäft im Jahr 1860.

Rauer Mann mit großer Nase

Knut Ljunglöf war ein rauer Mann mit einer großen Nase und einem untrüglichen Geschmack für frischen Snus. Die Kombination dieser Merkmale machte ihn zu einem der erfolgreichsten Geschäftsleute Schwedens im 19. Jh.
Viele fragten sich, wo das Geheimnis für den Erfolg des berühmten "Ettan"-Snus steckte. Ljunglöf zeigte dann ruhig auf seine enorme Nase und meinte nur:
- Hier!
Jeden Morgen wurde frischer Snus in einer Silberschale auf seinen Schreibtisch gestellt, den er in seine Nase stopfte. Er prüfte das Aroma, nieste in sein Taschentuch und nickte zufrieden mit dem Kopf. Der Snus war damit abgesegnet und konnte verpackt und verkauft werden.
Knut Ljunglöf war ein Qualitätsfanatiker bei allem: Von der Schuhsohle bis zur Deckenlampe. Er weigerte sich, seinen Snus zu exportieren, da er die Frische am Zielort nicht garantieren konnte.
Ljunglöf machte jedoch eine Ausnahme für Papst Leo XIII., der die Lieferungen mit schwedischem Snus begeistert in Empfang nahm.

Strenger, aber gutherziger Patriarch

Die Geschichte des Snus-Königs ergibt das Bild eines Mannes, der das Leben in vollen Zügen genoss: Englische Jagdgewehre, schöne Pferde und kleine, elegante Dampfboote. Ljunglöf richtete ein luxuriöses Haus in Stockholm ein und errichtete an einer der vielen Buchten des Mälarsees im Westen der Hauptstadt ein Sommerhaus, das eines Königs würdig war.
Knut Ljunglöf war ein strenger, aber gutherziger Patriarch, der regelmäßig überprüfte, ob die Arbeit, die in seinem Auftrag verrichtet wurde, auch den höchsten Ansprüchen genügte. Er sorgte gut für seine Mitarbeiter, gab ihnen einen sicheren Arbeitsplatz und Lohn und Brot, bis sie in Ruhestand gingen, und anschließend erhielten sie eine angemessene Rente. Nicht viele Menschen genossen so viel Sicherheit.
Er hatte auch ein Herz für die alten Leute im Armenhaus der Stadt. Sie konnten in der Fabrik jede Woche ihre Snus-Dosen mit Snus auffüllen lassen. Als dies auszuarten begann, die Schlange vor der Fabrik immer länger und die Dosen immer größer wurden, entschied sich Ljunglöf, die Armenhäuser direkt mit kostenlosem Snus in Fässern zu beliefern.

Der Snus-König dankt ab

Ljunglöf musste abdanken, als 1915 das schwedische Tabakmonopol gebildet und sein Unternehmen verstaatlicht wurde. Die Gewinne der Tabakindustrie wurden zu einer wichtigen Einnahmequelle für den schwedischen Rentenfonds. Der alte und verbitterte Ljunglöf verbrannte alle Dokumente seines Lebenswerks. Sein Sohn Robert musste sich um die Entschädigung des Staates für die Snus-Produktion kümmern.
Aber Ljunglöfs "Ettan" lebte weiter. Heute ist Ettan die zweitgrößte Snus-Marke nach General. Ettan-Snus wird nach wie vor nach dem 180 Jahre alten Rezept hergestellt.

Ettan heute

Heute gibt es Ettan in drei Sorten: Ettan Lose (der Klassiker von 1822), Ettan Portion (seit 1990 erhältlich) und Ettan Weiße Portion (seit 2006 erhältlich).





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Ettan, Portion
Flavour: Medium Grind, Pure, Tobacco
Nicotine: 8 mg/portion
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Ettan, Loose
Flavour: Pure, Medium Grind, Tobacco
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Ettan, White Portion
Flavour: Pure, Tobacco
Nicotine: 8 mg/portion
Net weight: 21,6 g
 
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