Snus selber machen - So geht’s!


Snus ist Schwedens am meisten missverstandenes Tabakprodukt, zumindest aus ausländischer Sicht. Obwohl Snus in seiner Heimat als "Lebensmittel" eingestuft wird, wo es von den Verbrauchern als Nationalstolz und Grundpfeiler der Kultur des Landes angesehen wird, ist der Snus nur innerhalb der Grenzen von Skandinavien erlaubt. Nach EU-Recht ist es illegal, Snus in andere EU-Länder zu exportieren. Trotz seiner langen Geschichte, Popularität und des Herstellungsprozesses von Snus scheinen sich nicht viele Verbraucher der Tatsache bewusst zu sein, dass es durchaus möglich ist eigenen Snus herzustellen, den man sich am Ende unter die Lippe legen kann. Erfahren Sie hier wie Snus selber machen funktioniert und ob Sie es vielleicht doch den großen Herstellern überlassen sollten.


Snus selbst herstellen

Tabak kann zu Hause in Ihrem eigenen Garten angebaut werden. Der gesamte Prozess Snus selbst herzustellen dauert über ein halbes Jahr und erfordert somit relativ viel Zeit und Geduld. Die meisten Menschen stimmen daher der Idee zu, dass Tabak anbauen und Snus selber machen möglich ist, aber es doch meistens besser ist, hochwertigen Snus im Laden oder im Onlineshop zu kaufen.

Für eigenen Snus benötigen Sie selbstverständlich Tabak, der in Ihrem eigenen Garten zunächst angebaut werden muss. Darüber hinaus benötigen Sie folgendes:

➔ Wasser
➔ Salz
➔ Natriumcarbonat
➔ Glycerin

Im Anschluss machen Sie folgendes:

Zunächst kochen Sie Wasser und Salz. Dann mischen Sie dies mit dem Tabakpulver zu einer gleichmäßigen Masse. Im Anschluss wird diese im Ofen erhitzt. Die Mischung wird in eine Glasschüssel bei 90 Grad für 24 bis 40 Stunden in den Ofen gegeben. Idealerweise sollte der Snus bei niedrigeren Temperaturen länger wärmebehandelt werden, aber Sie können ebenfalls gute Ergebnisse mit höherer Temperatur und kürzerer Backzeit erzielen.

 

Was passiert während der Backzeit des Tabaks?

Während der Wärmebehandlung werden die Enzyme im Pflanzenmaterial Chlorophyll abgebaut und somit verändert sich der Charakter, die Farbe und der Geruch des Snus. Kochen Sie nach dem Erhitzen etwas Wasser und Natriumcarbonat. Anschließend geben Sie das Natriumcarbonat zum Snus dazu, um als Säureregulator im Snus zu wirken. Fügen Sie etwas Glycerin als Feuchtigkeitsmittel und Aroma zum Geschmack hinzu. Am gebräuchlichsten ist “Bergamotteextrakt”, der dem allgemeinen Snus Geschmack besonders nahe kommt.

 

Snus selber machen oder vielleicht doch den Profis überlassen?

Snus selbst zu machen, ist spaßig. Es ist interessant und lehrreich, aber leider schmeckt der Snus nicht genauso gut wie der qualitative Snus aus Schweden von den größeren Unternehmen.

Denn alles beginnt mit einem Tabaksamen - Es ist der Beginn eines Prozesses, der über fast zwei Jahrhunderte perfektioniert wurde. Unternehmen, die Snus herstellen, vereinen traditionelles Know-how mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, um weltweit führende Qualitätsprodukte herzustellen.

“Die Arbeit beginnt lange bevor der Tabaksamen in den Boden gelegt wird.“
Zu diesem Zeitpunkt waren viele Menschen am Wohlergehen des Samens beteiligt, nicht zuletzt viele Tabakkäufer von großen Unternehmen. Sie prüfen nicht nur den Tabak selbst, sondern auch die Qualität des Bodens sowie die geografischen und topografischen Bedingungen. Tabak- und Bodenproben werden zur Analyse an die Labore geschickt. Hier wird genau analysiert welcher Boden, Substanzen und wie viel Sorgfalt für den Tabak aufgebracht werden muss.

Bevor der Tabak auf dem Feld gepflanzt wird, müssen zertifizierte Tabakpflanzen zunächst in Saatbeeten kultiviert werden. Wenn die Tabakpflanze ungefähr zehn Zentimeter hoch ist, wird sie auf dem Feld gepflanzt. Nach weiteren zehn bis zwölf Wochen ist es Zeit sie zu ernten.

Die Pflanze reift von unten nach oben, was bedeutet, dass selbst der Erntevorgang ein Handwerk ist, das viel Geschick erfordert. Zuerst wird das erste Blattpaar von unten beginnend entfernt. Da durchgehend der gleiche Reifegrad gewünscht wird, wartet man einige Tage, bevor das nächste Blattpaar geerntet werden kann. Dann wird das dritte Blattpaar entfernt und so weiter. Eine andere Alternative besteht darin, die gesamte Pflanze zu ernten, wenn alle Blätter gereift sind. Nach der Ernte folgt der Aushärtungsprozess, unter der Sonne oder in einer Scheune. Der Feuchtigkeitsgehalt in den Blättern sinkt dabei von ca. 80% auf 20%. Nach Abschluss dieses Vorgangs werden die Tabakblätter zur Konditionierung und Einstufung gemäß den Qualitätsstandards von den großen Unternehmen versendet.