Ein Überblick zu nikotinfreiem Tabak & nikotinfreiem Snus

Nikotinfreier Tabak dient dazu Tabakprodukte oder verwandte Produkte wie Kautabak herzustellen. Er wird aus nikotinfreien Tabakpflanzen gezüchtet oder durch den Entzug von Nikotin von normalen Tabak gewonnen. Es werden außerdem andere Produkte, die keinen Tabak beinhalten, als nikotinfreier Tabak bezeichnet.

Wie wird nikotinfreier Tabak hergestellt?

Das klingt relativ kompliziert und ist es auch. Denn die Nikotin-Biosynthese wird durch eine bestimmte Proteinfamilie beeinflusst, die aus sechs verschiedenen Proteinen besteht. Um die Nikotin-Biosynthese auszuschalten, müssen alle sechs Proteine entfernt werden. Hierbei stößt die herkömmliche Züchtung an ihre Grenzen. Jedoch ist es möglich mit moderner Gentechnik gezielt Gene zu erfassen und diese dann mithilfe einer DNA-Schere durchzuschneiden.

Das natürliche DNA-Reparatursystem der Tabakpflanze setzt die Enden des Erbgutes wieder zusammen, wobei Fehler entstehen können. Diese Fehler führen dazu, dass die entsprechenden Proteine fehlerhaft gebildet werden und ihre Funktion verlieren. Im Fall der Nikotin-Biosynthese konnte so der letzte Schritt in der Biosynthese ausgeschaltet werden. Durch künstliche Selbstbestäubung gelingt es die Genschere wieder aus dem Genom zu entfernen, sodass in der nikotinfreien Pflanze keine Fremdgene mehr vorhanden sind. Jedoch muss diese Pflanze als “Genpflanze” gekennzeichnet werden und unterliegt in Europa dem Gentechnikgesetz – es entsteht Tabak ohne Nikotin.

Frühere Züchtung der Tabakpflanze

Nikotinfreier Tabak aus “nikotinarmen” Züchtungen der Tabakpflanze wurden bereits im Jahr 1927 in Deutschland angebaut. Die Sorten wurden gezüchtet, da man damals annahm, dass die gesundheitsschädliche Wirkung des Tabakrauches vorwiegend vom Nikotin kommt. Die Produkte konnten sich aufgrund von fehlenden Aromastoffen nie durchsetzen. Im Jahr 2003 wurden dann in Argentinien nahezu nikotinfreie Tabakpflanzen durch gentechnische Manipulation angebaut und in Nordamerika in Form von Zigaretten verkauft. Die Nikotinersatztherapie basiert beispielsweise auf dem Prinzip, dass Abhängige ihren Nikotinkonsum schrittweise reduzieren können, bis sie das Produkt vollständig absetzen können. Nur wenige Unternehmen nutzen allerdings diese Technik heutzutage und greifen meistens auf Ersatzprodukte zurück.

Was sind die Effekte von Nikotin?

Nikotin ist ein Nervengift und trägt zur Abhängigkeit von Nikotinprodukten bei. Des Weiteren kann Nikotin unter anderem die Durchblutung verschlechtern, den Blutdruck ansteigen lassen, den Geschmacks- und Geruchssinn beeinträchtigen sowie die Darmbewegung anregen.

Einige Nikotinabhängige erzählen von weniger unerwünschten Begleiterscheinungen, wie dass Nikotin das Hungergefühl verringert und den Stoffwechsel anregt. Zudem hat Nikotin grundsätzlich den Effekt, die Aufmerksamkeit kurzfristig zu verbessern.

Nikotin- und tabakfreie Produkte

Das einzige, was normaler Snus und nikotinfreier Snus gemeinsam haben, ist die Wirkung durch die Aufnahme an der Lippenschleimhaut und das Design der Dose. Es gibt ebenfalls bei tabakfreien Produkten verschiedenen Geschmäcker. Von schwarzem Tee als Basis bis zu Minzgeschmack. Anstatt Tabak und Nikotin wird Guarana, Ginseng, Vitamine und Mineralien benutzt, um die gleiche Wirkung zu erzielen.

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